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Eine Schuldenunion schwächt den Euro

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05.09.2026

dER EURO ALS LEITWÄHRUNG? : Eine Schuldenunion schwächt den Euro

In der Diskussion um den Euro als internationale Leitwährung wird ein einfaches ökonomisches Prinzip auf den Kopf gestellt: Mehr staatliche Schulden stärken eine Währung nicht.

Die Entscheidung, wie viel ihres hart verdienten Einkommens die Bürger bereit sind, an den Staat abzuliefern, ist eine Frage des Vertrauens. Nutzen Parlament und Regierung Steuereinnahmen sinnvoll zum Beispiel für Investitionen in Autobahnen und Schienen, wächst das Vertrauen in die staatliche Steuerhoheit. Gewinnt der Wahlbürger den Eindruck, dass Politik und Bürokratie das Steuergeld verplempern, wächst der Steuerwiderstand. Wichtig für das Vertrauen ist somit, wofür das Geld verwendet wird. Das gilt umso mehr, wenn der Staat Schulden aufnimmt.

In der schwelenden Diskussion um die internationale Rolle des Euros ist dieses einfache ökonomische Prinzip auf den Kopf gestellt. Dann ertönt der Ruf nach sicheren Anlagen in Euro, nach Wertpapieren, in die internationale Anleger ohne ernsthaftes Ausfallrisiko investieren können. Gemeint sind in der Regel Eurobonds, die, in welcher konkreten Form auch immer, das Ausfallrisiko staatlicher Kreditaufnahme im Euroraum sozialisieren und auf alle nationalen Steuerzahler der Eurostaaten verteilen. Solche Eurobonds seien in großer Zahl notwendig, heißt es, um Investoren ein großes Volumen sicherer Anlagen zur Verfügung zu stellen.

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