So hält man den Spritpreis im Zaum
Irankrise : So hält man den Spritpreis im Zaum
Die Bundesregierung will den Spritpreis senken. Doch ihre aktuellen Ideen schaffen nur eines: mehr Bürokratie.
Es ist ja leider so: Die Symbolpolitik von heute ist die übertriebene Bürokratie von morgen. Nirgends fällt das gerade deutlicher auf als im Umgang mit den Benzinpreisen.
Iran hat im Krieg mit den USA und Israel die Straße von Hormus geschlossen, die Meerenge, durch die ein großer Teil des weltweiten Erdöls und Erdgases verschifft wird, auch Teile des fertigen Diesels. In der Folge sind Benzin und Diesel in Deutschland viel teurer geworden. Und fast 80 Prozent der Deutschen wollen, dass der Staat etwas dagegen tut - am liebsten die Steuern senkt.
Dabei wäre es gut, die Deutschen hielten die hohen Benzinpreise einfach aus. Selbst 30 Cent mehr je Liter sind schmerzhaft, aber machen zumindest die meisten Deutschen nicht arm – und angesichts des knappen Spritnachschubs ist ein hoher Preis gerade sinnvoll dafür, dass sich alle zweimal überlegen, ob die nächste Autofahrt wirklich sein muss. Finanzhilfen sollten sich auf die Leute beschränken, die jetzt wirklich in Geldschwierigkeiten geraten.
Bundes- und Landesregierungen andererseits haben sich offenbar entschieden, den Ärger der Bürger auf die Ölkonzerne........
