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Europa ist stärker, als wir denken

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08.03.2026

„Made-in-EU“-Vorgaben : Europa ist stärker, als wir denken

China-Schock und US-Zölle zeigen, wie abhängig Europa von den Großmächten in Ost und West ist. Dabei können wir uns durchaus behaupten.

Was also tun? EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné hat einen Vorschlag: „Made in Europe“-Auflagen sollen helfen. Die Details sind kompliziert, aber im Kern läuft sein Plan darauf hinaus, dass Unternehmen, die in Europa fertigen, vom Staat belohnt werden – und die Firmen bestraft werden, die Waren in anderen Weltregionen herstellen, um sie in Europa zu verkaufen. Diese Regeln sollen beispielsweise für Autos, Windräder und Wasserstoffelektrolyseure gelten.

Die Nachteile von „Made in Europe“

Das Vorhaben klingt ziemlich protektionistisch, und genau das ist es auch. Die Nachteile der „Made in Europe“-Agenda sind offensichtlich. Der Wettbewerbsdruck zum Beispiel durch importierte chinesische E-Autos sinkt und damit auch der Druck, mit Innovationen, die eigenen Autos zu verbessern.

Befürworter argumentieren dagegen, dass es solche Schutzmaßnahmen für heimische Hersteller mittlerweile in vielen Ländern gebe. Und sie verweisen eben auf die Gefahr, bei Schlüsseltechnologien in eine einseitige Abhängigkeit von China zu geraten, wenn immer mehr Industrieproduktion........

© Frankfurter Allgemeine