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Lasst den Wal sterben

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25.04.2026

Buckelwal-Aktivisten : Lasst den Wal sterben

Der Zustand der Ostsee ist eine Tragödie. Darum gilt es sich zu kümmern – nicht um einen Wal, der nicht mehr zu retten ist.

Dort, wo der Wal liegt, ist die Landschaft idyllisch. Die Felder sind weit, die Häuser stehen ganz vorne am Meer. Doch die Beschaulichkeit trügt. Langfristig müssen die Häuser wohl weichen.

Denn aufgrund der globalen Erwärmung wird der Meeresspiegel der Ostsee deutlich steigen. In einem optimistischen Szenario bis Ende dieses Jahrhunderts um rund 50 Zentimeter, im Extremszenario um über einen Meter. Zudem werden Sturmfluten und Starkregenereignisse an Intensität deutlich zunehmen.

Die Schönheit der Landschaft täuscht auch deswegen, weil der Zustand der Ostsee eine Katastrophe ist. Viele Fischbestände sind kollabiert, weite Teile des Meeres sind sogenannte Todeszonen, in denen aufgrund von Sauerstoffmangel kein Leben mehr möglich ist. Dort findet man am Boden viel Schlamm und viele Algen, aber kaum Fische........

© Frankfurter Allgemeine