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Ihr Fall trifft die Monarchie ins Mark

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07.02.2026

Die norwegische Kronprinzessin schrieb sich E-Mails mit Jeffrey Epstein. Damit verspielte sie das Vertrauen der Bevölkerung.

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat gelogen. Sie hatte deutlich länger mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu tun als bisher angegeben. Sie wusste offenkundig auch von seiner Verurteilung.

Trotzdem blieb sie mit ihm in Kontakt, nannte ihn charmant, tauschte sich mit ihm über seine „Frauenjagd“ aus, schrieb von Skandinavierinnen als besserem „Ehefrauenmaterial“ und machte ironische Bemerkungen, wenn Epstein von Treffen mit jungen, aber erwachsenen Norwegerinnen schrieb, wohl in Anspielung auf seine Vorliebe für Minderjährige.

All das hätte für eine norwegische Ministerin oder für einen Minister längst zwingend den Rücktritt bedeutet. Eine Kronprinzessin aber kann nicht zurücktreten. Sie wird Königin, egal, was ist. Für Norwegens Demokratie ist das ein Problem.

In der Verfassung des Landes steht der König im Mittelpunkt. Er ist auf dem Papier Exekutive und Legislative........

© Frankfurter Allgemeine