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Wie Bayers Glyphosat-Fluch enden könnte

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30.01.2026

Glyphosat war für Bayer ein Milliardengrab, Manager haben die Rechtsrisiken dramatisch unterschätzt. Doch im Aktienkurs wird sichtbar: Langsam flammt ein Funke Hoffnung auf, dass das Elend bald ein Ende haben könnte.

Ausgerechnet Bayer. Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern, der seinen Aktionären über Jahre so viel Kummer beschert hat, gehört in diesen Wochen regelmäßig zu den stärksten Werten im Dax. Allein seit Jahresbeginn liegt der Aktienkurs rund ein Fünftel im Plus. Auf Jahressicht hat sich der Wert des Papiers mehr als verdoppelt. Anleger greifen zu, am Markt ist ein Fünkchen Hoffnung entflammt. Hoffnung darauf, dass das jahrelange Glyphosat-Elend rund um milliardenschwere Rechts­risiken in Amerika ein Ende finden könnte. Auch das besser als erwartet laufende Pharmageschäft sorgt für Aufwind, doch der stärkste Aktienkurstreiber ist derzeit der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof in den Vereinigten Staaten. Er hat den Glyphosat-Fall „Durnell“ zur Prüfung angenommen, womit für Bayer im Rechtsstreit rund um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels ein........

© Frankfurter Allgemeine