Ein Debakel für Liechtenstein
Fataler Hackerangriff : Ein Debakel für Liechtenstein
Der vertrauensschädigende Datendiebstahl bringt den gesamten Finanzplatz in Misskredit. Die hanebüchenen Sicherheitslücken werfen kein gutes Licht auf die Regierung in Vaduz.
An diesem Samstag begeht das Fürstentum Liechtenstein seinen Staatsfeiertag. Während des großen Staatsakts auf der Schlosswiese in Vaduz wird wie üblich Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein das Wort ergreifen. Dabei dürfte dem Thronfolger und designierten Staatsoberhaupt weniger als sonst zum Feiern zumute sein. Denn jüngst kam es zu einem Debakel, das den Ruf seines Landes als vertrauenswürdiger Hort für die Gelder der Reichen dieser Welt schwer beschädigt.
Cyberkriminelle drangen in das von der Justizbehörde verwaltete Transparenzregister ein und griffen sämtliche dort gespeicherten Informationen ab. Die Angreifer wissen nun, welche Personen hinter den gut 31.000 Stiftungen, Treuhandvehikeln und Unternehmen in Liechtenstein stecken. Viele dieser Einrichtungen existieren überhaupt nur deshalb, weil sie Anonymität versprechen. Dieses Versprechen hat die Regierung in Vaduz durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen fahrlässig unterlaufen und damit den gesamten Finanzplatz in Misskredit gebracht.
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