Ganz kleines Tennis
Berlins Bürgermeister : Ganz kleines Tennis
Berlins Regierender Bürgermeister hat sein Ansehen buchstäblich verspielt. Kai Wegners später Rückzug macht es der CDU nicht gerade leicht.
Seit den Tagen Richard von Weizsäckers sind die Berliner nicht mehr verwöhnt von politischem Format. Im Rathaus regierten überwiegend Mittelmaß und Provinzialität, die auch in einer Metropole gedeihen können. Jahrzehntelang wurde die Hauptstadt ineffizient verwaltet und unter ihren Möglichkeiten repräsentiert, national wie international. Das Ergebnis lässt sich besichtigen. Gegenüber anderen Millionenstädten wie Hamburg oder München wirkt Berlin wie der verwahrloste größere Bruder. In einer Kolumne war unlängst vom „Bundesdrecksloch“ zu lesen.
Kai Wegner, der seit zweieinhalb Jahren mit der SPD im Roten Rathaus koaliert, führte die Hauptstadt nicht kraftloser als die meisten seiner Vorgänger. Einen neuen Tiefpunkt erreichte der CDU-Mann nur in der Disziplin Integrität. Dass er am Tag nach........
