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Die FDP ist ein Opfer der radikalen Mitte

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24.03.2026

Nach den Wahlniederlagen : Die FDP ist ein Opfer der radikalen Mitte

Der Rücktritt von Christian Dürr gibt so viele Rätsel auf wie die Partei selbst: Was will, was kann, was soll die FDP?

Der „Rücktritt“ von Christian Dürr ist so verworren wie die Lage seiner Partei, der FDP.  Wieso tritt jemand zurück, wenn er sofort wiedergewählt werden will? Geht es nach zwei enttäuschenden Landtagswahlen um das Eingeständnis des Scheiterns? Dann erübrigt sich die Kandidatur zur Wiederwahl. Oder geht es nur um den Zeitpunkt der Vorstandswahl, die um ein Jahr vorgezogen werden soll? Wozu dann der Rücktritt? Dürr steht insofern für seine Partei: Man weiß nicht so recht, was sie eigentlich will.

Das liberale Programm, das Dürr vor gut zwei Monaten als „radikale Mitte“ auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart beschrieb, vereint so gut wie alles, was auch im schwarz-roten Koalitionsvertrag steht – nur eben radikaler: Die Stichworte dafür sind Staatsreform, Steuerreform, Sozialreform. Seit jener Rede gab es in Wahlkämpfen die Möglichkeit, die radikale Mitte zu........

© Frankfurter Allgemeine