Im ersten Licht der Morgendämmerung
Bruce Springsteen hat mit „Streets of Minneapolis” einen Protestsong über die jüngsten Ereignisse der amerikanischen Zeitgeschichte veröffentlicht. Er wirkt staatstragend – im Angesicht eines versagenden Staates.
Als lupenreinen Protestsänger hätte man Bruce Springsteen bislang nicht eingeordnet, obwohl er natürlich seit seiner Frühzeit schon Missstände in Liedern angeprangert hat. „Lost in the Flood“, „Born in the U.S.A.”, „The Promised Land”, „Murder, Incorporated“ – noch viele mehr würden einem da einfallen, aber sie alle sind eher typische gesungene Erzählungen, wie man sie von diesem musikalischen Storyteller eben kennt. Sie handeln von Jimmys oder Bobbys, kommen aus dem Mund fiktiver Veteranen oder geplagter Arbeiter.
Das ist bei „Streets of Minneapolis“ nun anders. In diesem Song wird die unmittelbare Zeitgeschichte besungen, allerdings sarkastisch. „King Trump’s private army from the DHS / Guns belted to their coats / Came to Minneapolis to enforce the law / Or so their story goes” heißt es darin. Eine Westernballade?
Die Zeilen sind voller Spott gegen die sogenannten Verteidiger der „Homeland........
