Keiner mehr da, der die Wälder pflegt
Waldbrände in Spanien : Keiner mehr da, der die Wälder pflegt
Gegen die neuen Brände sind die Menschen machtlos. Auf der Iberischen Halbinsel verschärft die Landflucht die Lage: Die Wälder verbuschen – und die Politiker interessieren sich nicht dafür.
Der Juli ist noch nicht vorüber, und Spanien meldet schon jetzt dramatische Rekorde. Zwischen Ávila und Madrid schwelen die letzten Glutnester des größten Waldbrandes seit Jahrzehnten. Noch nie hat es so früh im Sommer so heftig gebrannt, noch nie gab es in diesem Jahrhundert durch Waldbrände so viele Tote.
In Almería starben bislang vierzehn Menschen durch das große Feuer, das die Provinz Anfang Juli heimgesucht hatte. Im benachbarten Portugal lodern die ersten großen Brände. Am Mittwoch begann die vierte Hitzewelle dieses Sommers: Wegen akuter Brandgefahr gilt auf der ganzen Iberischen Halbinsel die höchste Alarmstufe.
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Gegen die neuen und immer heftigeren Brände sind die Menschen machtlos. In Madrid mussten die Feuerwehrleute resignierend eingestehen, dass sie nicht mehr löschbar sind. Die Einsatzkräfte mussten darauf warten, bis die Natur ihnen eine Chance ließ und sich endlich der Wind legte.
Im vergangenen Winter und im Frühjahr ließen ungewöhnlich ergiebige Niederschläge die Vegetation wuchern. Die Wälder Spaniens und Portugals sind nun voll von hochentzündlichem Brennstoff. Gerät die ausgetrocknete Biomasse in Brand, setzt sie ähnlich viel Energie wie eine Atombombe frei.
Auf der Iberischen Halbinsel rächt sich, dass........
