Das Amerikanische Forum
Stärker denn je wird das Weltwirtschaftsforum in Davos von Teilnehmern aus den Vereinigten Staaten dominiert. Das spiegelt nicht nur das amerikanische Hegemonialstreben, sondern auch die europäische Schwäche.
Die Vereinigten Staaten haben auf dem Weltwirtschaftsforum als führende Wirtschaftsmacht schon immer eine prominente Rolle gespielt. Doch der Forumsgründer und langjährige Präsident Klaus Schwab hatte darauf geachtet, dass die Amerikaner das Forum nicht unter ihre Kontrolle bekamen.
Nach Schwabs Abgang sprangen der Blackrock-Vorstandsvorsitzende Larry Fink und André Hofmann, der schweizerische Vizeverwaltungsratsvorsitzende von Roche, als vorübergehende Ko-Präsidenten des Forums ein. Mit ihrem Einsatz retteten sie die Veranstaltung, weil besonders Fink seine hervorragenden Kontakte spielen ließ. Das Ergebnis ist eine Veranstaltung, die eher die Bezeichnung „Amerikanisches Forum“ verdient.
Davos zählt in diesem Jahr mehr Teilnehmer als in den Vorjahren, darunter allein 65 Staats- und Regierungschefs. Das ist eine zweifellos beeindruckende Zahl, doch repräsentieren diese Staatenlenker rund 40 Prozent der Weltbevölkerung. Die beiden bevölkerungsreichsten Länder, China und Indien, sind weitaus weniger prominent vertreten, und wie........
