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Das Amerikanische Forum

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23.01.2026

Stärker denn je wird das Weltwirtschaftsforum in Davos von Teilnehmern aus den Vereinigten Staaten dominiert. Das spiegelt nicht nur das ameri­kanische Hegemonialstreben, son­dern auch die europäische Schwäche.

Die Vereinigten Staaten haben auf dem Weltwirtschafts­forum als führende Wirtschaftsmacht schon immer eine prominente Rolle gespielt. Doch der Forumsgründer und langjährige Prä­­sident Klaus Schwab hatte darauf ge­achtet, dass die Amerikaner das Forum nicht unter ihre Kontrolle bekamen.

Nach Schwabs Abgang sprangen der Blackrock-Vorstandsvor­sit­zende Larry Fink und André Hofmann, der schweizerische Vizever­wal­tungsratsvorsitzende von Roche, als vorübergehende Ko-Präsidenten des Forums ein. Mit ihrem Einsatz retteten sie die Veranstaltung, weil besonders Fink seine hervorragenden Kontakte spielen ließ. Das Ergebnis ist eine Veranstaltung, die eher die Bezeichnung „Amerikanisches Forum“ verdient.

Davos zählt in diesem Jahr mehr Teilnehmer als in den Vorjahren, darunter allein 65 Staats- und Re­gierungschefs. Das ist eine zweifellos beeindruckende Zahl, doch reprä­sentieren diese Staatenlenker rund 40 Prozent der Weltbevölkerung. Die beiden bevölkerungsreichsten Länder, China und Indien, sind weitaus weniger prominent vertreten, und wie........

© Frankfurter Allgemeine