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Teheran gerät immer mehr unter Druck

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06.01.2026

Der Sicherheitsapparat zeigt sich entschlossen, die Proteste niederzuschlagen. Aber das Regime muss zusätzlich eine Intervention von außen fürchten.

Eine Mehrheit der Iraner hat genug von der Islamischen Republik. Deshalb brauchte es nur einen Funken, um abermals den kollektiven Volkszorn zu entzünden. In Windeseile verbreitete sich der Protest bis in entlegene Winkel des Landes. Aus einer Demonstration von Basarhändlern entstand über Nacht eine neue Bewegung gegen das Regime.

Bislang deutet aber wenig darauf hin, dass die Wut auf der Straße das System kurzfristig zum Einsturz bringen könnte. Der Sicherheitsapparat zeigt sich entschlossen, die Unruhen genauso mit Gewalt zu ersticken, wie dies in der Vergangenheit der Fall war.

Der Kontext, in dem die Proteste stattfinden, ist diesmal allerdings ein anderer. Die Führung in Teheran muss fürchten, gleichzeitig von innen und außen unter Druck zu geraten.

Ebenso große Sorgen dürfte Teheran sich über ein mögliches Eingreifen Israels machen, das schon während des Zwölf-Tage-Krieges im Juni einen Enthauptungsschlag gegen Khamenei geplant haben soll. Selbst der Tod des 86 Jahre alten Obersten........

© Frankfurter Allgemeine