Unicredits Sieg hat viele Gewinner
Übernahme : Unicredits Sieg hat viele Gewinner
Die Übernahmeschlacht zwischen der Commerzbank und Unicredit ist entschieden. Das ist nicht so schlimm, wie es klingt.
Das Wort „Italien“ können sie bei der Commerzbank vermutlich nicht mehr hören. Aber es hilft nichts: Der fast zwei Jahre währende Übernahmekampf zwischen der Frankfurter Traditionsbank und der italienischen Unicredit ist spätestens seit dem vergangenen Mittwoch so gut wie entschieden. Da nämlich gab Unicredit bekannt, dass man nun über rund 45 Prozent der Anteile an der Commerzbank verfüge. Auch wenn die Experten sich aufgrund der komplexen Finanzdetails noch über die exakten Zahlen streiten, kann das nicht mehr vom Wesentlichen ablenken: Unicredit hat gesiegt. Sobald die Aufsichtsbehörden in den nächsten Monaten die nötigen Zustimmungen erteilen, ist die Mailänder Bank mit ihrem forschen Vorstandsvorsitzenden Andrea Orcel am Ziel.
Das ist eine bittere Botschaft für die Commerzbank-Führung um Bettina Orlopp und für Zehntausende Mitarbeiter. Sie haben im Laufe der Auseinandersetzung zu großer Einigkeit gefunden und die Bank mit neuen ehrgeizigen Renditezielen ein gutes Stück vorangebracht. Es ist menschlich verständlich, dass sie sich in ihre Niederlage nicht so leicht fügen wollen.
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