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Die arabische Welt sortiert sich neu

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30.04.2026

Folgen des Irankriegs : Die arabische Welt sortiert sich neu

Der Irankrieg bringt die Ordnung des Nahen Ostens durcheinander. Die Ölmonarchien müssen sich neu ausrichten. Entsteht nun eine neue sunnitische Achse?

Die arabische Welt ist dabei, ihre Beziehungen neu zu sortieren. Und auch der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa will die Chance nutzen. Gerade ist er an den Golf gereist, um sich als Partner zu etablieren. Syrien ist strategisch wichtig gelegen, mit Grenzen zur Türkei und Zugang zum Mittelmeer. Scharaa kann den schwerreichen Herrschern am Golf ein Verbündeter gegen Iran sein, dessen Einfluss er aus seinem Land ebenso wie sie fernhalten will. Die Gelegenheit für Damaskus ist günstig.

Vor allem die reichen Ölmonarchien denken um. Im Zuge des Irankrieges, den der amerikanische Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gegen ihren Willen entfacht haben, richten sie sich strategisch neu aus. Die Syrer haben auf besonders brutale Weise erlebt, wie es ist, Verlierer regionaler Konflikte und rücksichtsloser Großmachtpolitik zu sein.

Die Golfstaaten sind dabei, eine abgeschwächte Erfahrung dieser Art zu machen. Nur entscheidet sich hier maßgeblich die Zukunft der Region. Die Monarchien gelten als Vorbild. Sie sind zwar autoritär geführt, aber dafür reich und sicher. Sie sind das arabische Modell für einen stabilen und erfolgreichen Staat. Womöglich das einzige.

Das Vertrauen........

© Frankfurter Allgemeine