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Der schwäbische Ingenieur als hemmender Faktor

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14.07.2026

Bosch in der Krise : Der schwäbische Ingenieur als hemmender Faktor

Bosch muss seine Denkweise grundlegend verändern. Nur wenn der träge Beamtenkonzern sich an die neuen, agileren Wettbewerber anpasst, wird er wieder zu einem führenden Technologieanbieter.

Bosch kommt nicht zur Ruhe. Gerade erst hatte der Traditionskonzern die Gespräche über den größten Stellenabbau in der Unternehmensgeschichte beendet und den Schock über das erste Verlustjahr nach langer Zeit verkraftet, als Ende Juni überraschend Stefan Hartung als Vorsitzender der Geschäftsführung zurückgetreten ist. Nicht nur das Streichen von fast 28.000 Stellen in Deutschland, sondern auch der Rücktritt, der eigentlich eine Entlassung war, machen eines deutlich: Der Umbruch beim weltgrößten Autozulieferer ist noch lange nicht zu Ende.

Bosch mag es noch so sehr betonen: Der Abgang von Hartung als oberstem Manager ist kein freiwilliger. Gegen die Legende, dass der 60-Jährige sich auf eigenen Wunsch anderen Aufgaben widmen will, spricht der Fakt, dass zwischen Verkündung und Ende der Dienstzeit gerade einmal vier Tage lagen. Der Westfale hatte kaum Zeit, seinen Schreibtisch aufzuräumen, geschweige denn die wichtigsten Kunden zu informieren.

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