Die Rechnung ging noch nie auf
Tabaksteuererhöhung : Die Rechnung ging noch nie auf
Eine höhere Tabaksteuer wird Menschen vom Rauchen abhalten, hoffen Mediziner. Doch diese Rechnung wird genauso wenig aufgehen wie die des Finanzministers, der auf Milliarden Euro Mehreinnahmen hofft.
Rauchen schädigt die Gesundheit, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Und Rauchen erzeugt einen volkswirtschaftlichen Schaden, auch das ist unbestritten. Wer aber glaubt, dass einzig eine höhere Tabaksteuer die rund 15 Millionen Deutschen, die noch regelmäßig zum Glimmstängel greifen, zu einer gesünderen Lebensweise anhält, der irrt gewaltig.
„Deutliche Tabaksteuererhöhungen gelten internationalen Erfahrungen zufolge als die wirksamste Einzelmaßnahme, um den Tabakkonsum zu reduzieren und insbesondere junge Menschen vom Einstieg abzuhalten“, heißt es etwa in einer schriftlichen Stellungnahme des AOK-Bundesverbandes in der Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags zur Änderung des Tabaksteuergesetzes. Auch der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, der Virologe Hendrik Streeck, hat sich mit den gleichen Argumenten für eine höhere Tabaksteuer ausgesprochen.
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