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Unruhige Zeiten im Deutschlandhaus

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26.03.2026

Neuer Stiftungsdirektor : Unruhige Zeiten im Deutschlandhaus

Kompromiss statt Klüngel: Roland Borchers wird neuer Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Aber er übernimmt keinen ruhigen Museumstanker, sondern ein Schiff im Sturm.

Ein Kompromiss kann eine glückliche Lösung für einen politischen Richtungsstreit sein. Er kann aber auch eine Vertagung der Ursachen dieses Streits bedeuten, eine Art Übermalung, unter der die Probleme, an denen sich der Streit entzündet hat, unverändert fortbestehen.

Am Donnerstag hat der Stiftungsrat der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin den Zeithistoriker Roland Borchers einstimmig zum neuen Direktor gewählt. Borchers, der bislang als stellvertretender Leiter am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide tätig ist und über Zeitzeugen-Interviews mit polnischen Zwangsarbeitern promoviert wurde, wird damit zum Nachfolger von Gundula Bavendamm, die die Stiftung zehn Jahre lang geleitet und auch die Ersteinrichtung der Dauerausstellung im Berliner Deutschlandhaus verantwortet hat.

Die Direktorin durfte sich um die eigene Stelle neu bewerben

Der scheinbar mühelosen Berufung ging ein langes........

© Frankfurter Allgemeine