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Nistet der Rassismus in den Vitrinen?

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14.04.2026

Leitfaden für Museen : Nistet der Rassismus in den Vitrinen?

Der Deutsche Museumsbund legt einen Leitfaden für „Museen in der Migrationsgesellschaft“ vor. Aber seine Ratschläge gehen an der Realität der Zuwanderung vorbei. Stattdessen triefen sie von postkolonialer Ideologie.

Deutschland ist ein Zuwanderungsland, ein gutes Viertel seiner Bevölkerung hat das, was man neudeutsch als Migrationshintergrund bezeichnet. Das weiß auch der Deutsche Museumsbund, der auf die Sachlage mit einem neuen Leitfaden für seine Mitglieder reagiert: „Museen in der Migrationsgesellschaft“.

Die Broschüre, an der zwei Dutzend Fachkräfte aus Bundes-, Landes- und städtischen Museen und etwa doppelt so viele Berater mitgearbeitet haben, will den Museumshäusern in Deutschland zeigen, wie sie sich aufstellen müssen, wenn sie ein möglichst breites Publikum erreichen wollen – nämlich „offen und zugänglich“, „antirassistisch“, „partizipativ und multiperspektivisch“ sowie „beweglich und prozesshaft“. Dagegen ist wenig zu sagen, so wenig wie gegen den Vorschlag der Präsidentin des Museumsbundes, der Ethnologin Wiebke Ahrndt, „bislang marginalisierte Lebensrealitäten, Standorte und Perspektiven“ stärker in die Museumsarbeit einzubeziehen und so........

© Frankfurter Allgemeine