Die Berlinale ist noch nicht gerettet
Streit um die Filmfestspiele : Die Berlinale ist noch nicht gerettet
Tricia Tuttle will Intendantin der Berlinale bleiben – und deren „institutionelle Unabhängigkeit“ bewahren. Was das bedeutet, muss sie mit Wolfram Weimer klären, der genau diese Unabhängigkeit in Frage stellt.
Sie will bleiben. Das hat Tricia Tuttle der Deutschen Presse-Agentur gesagt, in ihrem ersten öffentlichen Statement seit dem Ende der Berlinale und dem Beginn der Debatte um die Fortsetzung ihrer Intendanz bei den Filmfestspielen. Interessant ist dabei die Formulierung, in die sie ihre Absicht kleidet: Sie wolle die Leitung des Festivals „in vollem Vertrauen und mit institutioneller Unabhängigkeit“ fortführen, erklärt Tuttle. Vertrauen worauf? Auf die Politik, muss das wohl heißen, die ihr die Unabhängigkeit ihrer Stellung und der Berlinale überhaupt garantiert.
Diese Politik aber wird von Wolfram Weimer gemacht, dem Kulturstaatsminister, dessen Behörde ein gutes Drittel des Festivalbudgets bezahlt und der als Aufsichtsratsvorsitzender der KBB, der „Kulturprojekte des Bundes in Berlin“, die Dachorganisation der Berlinale kontrolliert. Und ebenjener Politiker hat die Filmfestspiele in ihrer jetzigen Form in der vergangenen Woche infrage gestellt, nicht offen, aber implizit. Auch dazu gibt es........
