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Protein ist auch nur Abfall

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01.10.2026

„Je näher ich meinem Traumkörper komme, umso besser fühle ich mich“, sagt Elias im Videocall. Er ist 17 Jahre alt, wohnt in der Nähe von Berlin und ist ein drahtiger Typ: 75 Kilogramm auf 1,85 Meter Körpergröße. Er macht gerade eine Ausbildung zum Sportassistenten und pumpt seit zwei Jahren im Fitnessstudio, zweimal pro Woche. „Im letzten Jahr habe ich mehr Muskeln aufgebaut als je zuvor“, sagt er. Er meint, auch dank seiner staubtrockenen Helfer, die in schwarzen Dosen mit bunten Aufklebern in der Küchenschublade lagern: Proteinpulver. Fast täglich trinkt er einen Proteinshake, manchmal auch zwei. In den Aromen Zimt, Grüner Apfel oder Matcha Latte. „Je nachdem, worauf ich gerade Lust habe“, sagt er. Und hat er Lust auf eine Süßigkeit, greift er stattdessen zu einem Proteinriegel, am liebsten mit Stracciatella-Geschmack.

Ein Blick in den Supermarkt zeigt: In Deutschland ist das Proteinfieber ausgebrochen. In den Regalen werben Firmen mit „High Protein“ für ihre Produkte. Auf Instagram, YouTube und TikTok präsentieren Influencer:innen Proteinrezepte: Protein-Schoko-Croissant, Protein-Gurkensalat. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov kaufen in der Gen Z mehr als die Hälfte regelmäßig Lebensmittel, die als „proteinreich“ oder „High Protein“ beworben werden. The Quality Group, das Unternehmen hinter den beliebten Marken „ESN“ und „More Nutrition“, hatte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 850 Millionen Euro. Aber woher stammt das ganze Protein eigentlich?

Die Milchindustrie macht’s

Proteinpulver kann aus verschiedenen Quellen gewonnen werden, zum Beispiel aus Sojabohnen oder Erbsen.........

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