Chor der Populisten
Ausgerechnet bei der AfD erklingt die DDR-Hymne – warum dieser Auftritt in Dessau für Irritation sorgt
Bei einer AfD-Veranstaltung in Dessau wird die DDR-Hymne gesungen. Die ruchlose Anbiederung an eine Diktatur. Und Ausdruck eines phrasenhaften und überzeugungsfreien Populismus.
Wer ein Beispiel für politische Gewissenlosigkeit sucht, wurde diese Woche in Dessau fündig. Da standen auf einer Bühne AfD-Chef Tino Chrupalla und der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit dem Kabarettisten Uwe Steimle. Der stimmte am Ende die Hymne der DDR an – und die AfD-Leute fanden den Chor weder anstößig noch politisch oder historisch problematisch, sondern irgendwie gut.
Die echte deutsche Nationalhymne wurde im Anschluss geboten, doch bedauernd hieß es von der Bühne: „Wir müssen die westdeutsche auch........
