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Wie die Regierung die Impfmoral sabotiert

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24.02.2026

Jene eher kleine Gruppe an Menschen, die sich intensiv mit Wirkungen und Nebenwirkungen von Impfungen beschäftigt haben und diese strikt ablehnen, wird sich von ihrer Überzeugung kaum abbringen lassen. Ist ja auch ihr gutes Recht. Wozu Verpflichtungen, Drohungen und das Ausüben von Druck führen können, zeigte nicht zuletzt die Pandemie, bei der die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht zu einem nachhaltigen Vertrauensverlust in die politisch Verantwortlichen führte.

Daneben gibt es aber eine – viel größere – Gruppe an Menschen, die weder Impfgegner noch Impfskeptiker sind, sondern sich zumeist aus Bequemlichkeit, Nachlässigkeit, Selbstzufriedenheit und auch Unwissenheit nicht impfen lassen. Vor allem auf diesen Teil der Bevölkerung ist zurückzuführen, dass Österreich bei zahlreichen empfohlenen Impfungen wie etwa jenen gegen die „echte“ Grippe, Masern und Keuchhusten eine im europäischen Vergleich niedrige Impfrate aufweist.

Maßnahmen, um diese Personen besser zu erreichen, sind beispielsweise niederschwellige Zugänge zu Impfungen, also etwa die Möglichkeit, sich mit oder ohne Termin beim eigenen Hausarzt und in Impfzentren mit großzügigen Öffnungszeiten impfen zu lassen. Kostenlos,........

© Die Presse