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„Return to Sender“: Gesundheitsreform einmal mehr kolossal gescheitert

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02.07.2026

Keine verpflichtende Lenkung der Patientenströme, etwa in Form einer Ambulanzgebühr oder Überweisungspflicht für Ambulanzen; keine bundesländerübergreifenden Versorgungsregionen, um das Problem der Gastpatienten ein für alle Mal zu lösen; keine Anreizmodelle für Patienten, um einen gesünderen Lebensstil zu pflegen und dabei auch das Gesundheitssystem zu entlasten. Was bei der sogenannten Reformpartnerschaft herausgekommen ist, hat die ohnehin schon niedrigen Erwartungen nicht nur nicht erfüllt, sondern weit unterboten.

Mehr Primärversorgungseinheiten (PVE), also Gruppenpraxen mit längeren Öffnungszeiten und breiterem Leistungsangebot, die von Allgemeinmedizinern oder Kinderfachärzten betrieben werden; und mehr niedergelassene Zentren für Fachärzte aus verschiedenen Bereichen, um Wartezeiten auf Facharzttermine zu verkürzen; zu solchen Zentren sollen auch kleinere Spitäler mit nur wenigen medizinischen Schwerpunkten umgewandelt werden, von denen es insbesondere im ländlichen Raum noch einige gibt. Das alles bis 2040, Details werden bis Ende des Jahres nachgereicht.

Lange Wartezeiten auf Termine und Operationen

Angesichts der seit Jahren sinkenden Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung – mit monatelangen Wartezeiten auf Termine im Spital und auch im niedergelassenen Bereich – ist diese Ausbeute aus den seit rund einem Jahr andauernden Verhandlungen zwischen Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und Sozialversicherung geradezu unverschämt. Ganz offensichtlich war niemand bereit, sich zu bewegen und Kompetenzen zugunsten eines effizienteren Gesundheitssystems abzugeben. Der perfekte Beweis dafür ist der Umstand, dass sich sowohl Bund als auch Länder, Sozialversicherung und Ärztekammer im Wesentlichen zufrieden zeigen mit diesem „Ergebnis“. Weil keiner dieser Stakeholder ernsthaft beschnitten wurde.

Die Sozialversicherung darf weiter im niedergelassenen Bereich........

© Die Presse