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Den Problemhaufen in überschaubare Teile zerlegen

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04.04.2026

Wir feiern nun schon die sechsten Ostern in Folge, zu denen das höchste christliche Kirchenfest von Durchhalteparolen überlagert wird. Doch von Mal zu Mal schwindet merklich die Überzeugung, alles könnte einfach so wieder gut werden.

Der Iran-Krieg scheint die fragil gewordene Weltordnung nun ausgerechnet an jenen Sollbruchstellen einem weiteren Belastungstest zu unterziehen, die durch die Krisenkaskade der 2020er ohnehin schon überklar zu Tage getreten sind: zwischen Demokratien und Diktaturen; zwischen Verfechtern der alten und einer neuen Weltordnung; zwischen jenen, die sich in ihren Interessen nicht durch Völkerrecht und Staatsgrenzen beschränken lassen wollen, und denen, die aus gutem Grunde auf beides pochen; zwischen – und es ist immer noch ungewohnt, das so hinzuschreiben – Europa und den USA; und – mehr denn je – zwischen christlich-jüdisch geprägten und muslimischen Gesellschaften.

Dass diese Risse alles andere als........

© Die Presse