Den Jungen ist es nicht egal, sie sind schlecht vertreten
In Sachen Generationen-Polemik, darum ist sie so beliebt, kann man es sich recht einfach machen. Man kann sagen: Die Jungen schauen nur aufs Handy, kleben an TikTok, wissen nicht, wer Nationalratspräsident ist und interessieren sich ohnehin für nichts außer sich selbst. Eine Generation individualisierter Stubenhocker, bequem, apathisch, eigentlich und kurz gesagt: verloren.
Das ist heute freilich genauso falsch wie früher, als die Großeltern-Generation es so oder so ähnlich (weil noch ohne Tiktok und Handy) der Eltern-Generation unterstellten.
Ein Bericht, der diese Woche im Auftrag des Parlaments präsentiert wurde, zeichnet ein ganz anderes Bild: Junge Menschen in Österreich beschäftigen sich mit politischen Themen und engagieren sich. Neun von zehn haben sich im vergangenen Jahr an mindestens einem demokratischen Prozess beteiligt. Gleichzeitig, und hier wird es heikel, fühlt sich aber nur noch rund ein Drittel von der institutionalisierten Politik vertreten.
Fühlen sich im Parlament........
