Zwischen zwei Feiern – zwischen zwei Feuern?
Frankie says: Fuck You! – CSD zwischen Berlin & Hamburg
„Erst deine Träne löscht den Brand. Es blüht und welkt – dies‘ weise Land.““ Dornenreich (2011)
„Erst deine Träne löscht den Brand. Es blüht und welkt – dies‘ weise Land.““ Dornenreich (2011)
I. Protokoll Sonntag: Das Grauen
Wir waren für uns. Alles erst im Tagesverlauf erfahren. Kein Gelaber. Nur Trauer. Gefühl wie:
Mahlers Trauermarsch aus seiner ersten Symphonie weltweit untopbar in (beiden!) Lenny Bernstein Einspielungen.
#trauer #mahler #fuck!
II. Protokoll Montag „Meinen Hass bekommt ihr nicht.“ Part One
Montag. Ja Montag. Ich zumindest bin emotional noch immer ziemlich bedient.
das sofort zu sortieren,
was nützliches oder wenigstens nicht zusätzlich siedendend Zerberstendes in die Welt zu gießen wie Kerosin.
Mir fällt nichts ein.
Auch deshalb, weil – wird wohl bei Euch nicht anders sein – derlei Horror nie isoliert passiert.
Im eigenen Leben, unser aller Alltag legen all die kleinen wie großen Katastrophen, Nicklickeiten oder Zipperlein selbstverständlich ebenfalls keine Pause ein.
Ach, was rede ich, „Pause“. Das ganze eigene Schlamassele springt nur allzu gern kollegial auf die Schulter der jeweils aktuellen Hiobsbotschaft im Zoo dort draußen.
Auf dieser Seite des Bildschirmgerätes nervte Zizino und mich heute Sache aus dem Bereich der kapazitären Ostblockisierung unseres Systems, verbunden mit verwaltungsbürokratischer Ignoranz. Hmpf.
Und ab geht’s in diesen fiesen emotional fiebrig angepissten Nervositätszustand zwischen Klageweib, Kettensäge und eigener, mich selbst anwidernder abstoßender Sündenbockgeilheit
Doch in diesem lediglich temporären Rausch negativer Gefühle, würde ich doch den Teufel tun, mich zum Thema zu äußern in irgendeiner politischen oder sonst wie belehrenden Soße.
Denn alles würde heute mehr schweflige Negativität transportieren. Alles würde eine Verbitterung weiter geben, die schlussendlich mehr zum Spalten denn zum Leimen taugte.
Und das hätten sie gern. Die dreckigen Fanatiker.
Das hätten sie alle gern, diese Totalitären. Euren Hass. Meinen Hass.
Der Islamismus ist eine totalitäre Bewegung wie der Rechtsextremismus oder gespiegelt Stalinismus.
Und alle drei inkarnieren als verhurte Feinde der freien und offenen Gesellschaften.
Das zumindest ist meine Überzeugung.
Aber damit wieder umgehen zu können, dauert etwas. Jedenfalls leider bei mir.
Bis dahin kann ja jeder nur für sich selbst sprechen.
Und da kann ich den Schlächtern der Freiheit zumindest heute nur eines sagen.
Meinen Hass bekommt ihr nicht als Trophäe. Aber meine grenzenlose Verachtung analog Bataclan etc.
Alles andere später. Nicht heute.
Habe ich stattdessen einen Song zum kanalisieren und gemeinsamen teilen des kollektiven Ohnmachtsgefühls?
Vielleicht. Manchmal sind Taten so grausam. Sogar den Göttern fällt es in deren Angesicht schwer, diese zeitnah zu vergeben.
„Sometimes the Gods are slow to forgive“.
Von Rome. Bzw Jerome Reuter.
Neofolk. Skinhead. Lyriker. Scharfsinnig. Tiefgründig. Empathisch. aus Luxemburg.
No Erklärungen. Jetzt. Cut!
Und dann? Was sagen verantwortliche Amtsträger?
Zum Beispiel im Heute Journal – Was kommt vom Innenminister, na? Kompetenz und Empathie?
Ein Scherz, ‚Zeihung.
Nach mehreren Minuten feinsten Dobrinderwahnsinns, ereilt mich die Gewissheit:
Dieser Soziologe gaukelt........
