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Vom Jungen, der sein Gleichgewicht verlor

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27.07.2026

Es war einmal ein kleiner Junge namens Nicki, der liebte sein gelbes Fahrrad über alles. Jeden Tag flitzte er damit den Weg entlang, und der Wind pustete ihm lustig durch die Haare. Er fühlte sich stark und schnell wie ein Rennfahrer. Doch an einem sonnigen Nachmittag passierte es. Nicki hatte schon gebremst und sein Rad stand beinahe, aber plötzlich kippte das Fahrrad zur Seite, und Rumpeldipumpel lag Nicki auf der Straße. Es tat zwar nicht richtig weh, aber der Schreck war riesengroß. Oma, die mit Nicki unterwegs war, kam schnell herbeigeeilt. Sie half ihm auf, klopfte den Staub von seiner Hose und sagte tröstend: „Da hast du wohl dein Gleichgewicht verloren, mein Schatz.“ Nicki horchte auf. Sein Gleichgewicht verloren? Er schaute suchend auf den Boden. Ins Gras. Unter die Reifen. Er sah dort aber nichts liegen. Er dachte, das Gleichgewicht sei ein unsichtbarer, kostbarer Schatz, den man aus der Tasche verlieren kann – so wie seine Murmeln neulich.

Von diesem Tag an war Nicki traurig. Wenn er sein gelbes........

© Die Kolumnisten