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Freiheit auf dem Kopf

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22.08.2026

462 tote Radfahrer, 38 tote E-Scooter-Fahrer und Zehntausende Verletzte in nur einem Jahr – vielleicht ist die Helmpflicht gar kein Angriff auf die Freiheit, sondern schlicht eine Frage der Vernunft. Eine Kolumne von Heinrich Schmitz

Es gibt in Deutschland kaum eine persönliche Schutzausrüstung (PSA), die so zuverlässig ideologische – oder soll ich besser idiotische sagen – Reflexe auslöst wie der Fahrradhelm. Kaum spricht jemand das Wort „Helmpflicht“ aus, tauchen sie auf, die heroischen Verteidiger der persönlichen Freiheit. Menschen, die im Auto selbstverständlich den Sicherheitsgurt anlegen, beim Motorrad den Helm akzeptieren und beim Skifahren inzwischen ebenfalls immer häufiger einen Kopfschutz tragen, die aber beim Fahrrad plötzlich zu Freiheitskämpfern werden.

Ich brauche keinen Helm. Ich fahre doch vorsichtig. Der Staat soll sich aus meinem Leben heraushalten.

Ich brauche keinen Helm.

Ich fahre doch vorsichtig.

Der Staat soll sich aus meinem Leben heraushalten.

Das klingt zunächst plausibel. Allerdings nur  bis man sich die blanken Zahlen anschaut.

 Die Statistik kennt keine Ausreden

Im Jahr 2025 starben in Deutschland 462 Menschen auf dem Fahrrad bzw. nachdem sie nicht mher drauf saßen, sondern am Boden lagen . Weitere 13.686 wurden schwer und 83.345 leicht verletzt. Jeder sechste Verkehrstote war ein Radfahrer. Die Zahl der Todesopfer ist damit erneut gestiegen. Besonders auffällig ist, dass  217 der getöteten Radfahrer  mit einem Pedelec oder E-Bike unterwegs. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Das teilte das Statistische Bundesamt im April 2026 mit. ( Statistisches Bundesamt: Fahrradunfälle 2025 )

Auch bei den E-Scootern zeigt die........

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