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Ich leihe mir eine Mutter

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18.08.2026

Es gibt Themen, bei denen ein klares Ja oder Nein zunächst beruhigend wirkt. Doch einige Themen erlauben das nicht. Nachdem der CDU-Politiker Jens Spahn bekannt gegeben hat, mittels Leihmutterschaft Vater geworden zu sein, gab es eine kurze, teils heftige Diskussion, die leider oft wenig konstruktiv war. Ein notwendiger Blick in Geschichte, Politik und Recht.

Leihmutterschaft ist tatsächlich alles andere als ein neues Thema, auch wenn sie aufgrund der fortgeschrittenen medizinischen Forschung heute gänzlich anders funktioniert. Bereits einige biblische Erzmütter des israelitischen Volkes blieben zunächst unfruchtbar. Stattdessen setzen sie ihre Mägde als Leihmütter ein. Damals bedeutete dies natürlich: Der Samen des Mannes wurde mit der Eizelle verschmolzen. Das funktionierte damals nicht mit medizinischen Methoden.

Auffallend ist, dass die Formulierungen in diesem Kontext sehr hart bleiben, insbesondere weil die Mägde wie Eigentum behandelt werden. Sie haben keine Meinung. Sie sind in einem Abhängigkeitsverhältnis. Sie werden mit Attributen belegt, die eigentlich für Sachen sonst üblich sind. Die Leihmutterschaft wird allerdings nicht explizit verurteilt. Allerdings wird sie auch nicht gelobt. Stattdessen wirkt es wie ein notwendiger Schritt, zum Am Yisrael zu kommen, da die Erzmütter Sara, Rachel und Lea glauben, unfruchtbar zu sein.  Ist es vielleicht die Lösung: Kann die Leihmutterschaft weder gut noch schlecht sein?

Eine rechtliche Übersicht – und viele Probleme

In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Wer Mutter ist, wird per Gesetz bestimmt:

Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat. – § 1591 BGB

Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat.

Dieses Gesetz zu ändern, wirkt zunächst einfach. Doch es gibt ein Problem: Wie ändert man es konkret? Es gibt drei Möglichkeiten der Leihmutterschaft: Es wird die Eizelle der Leihmutter genommen, ähnlich wie in der Bibel – wenn auch meistens mit künstlichen Methoden befruchtet und dann der Leihmutter wieder eingesetzt. Es gibt die Möglichkeit, dass die Wunschmutter die Eizelle spendet, was aber häufig nicht möglich ist. In vielen Fällen wird eine Eizellspende genutzt.

Die Herkunft des Spermas hingegen ist tatsächlich nicht zwingend entscheidend dafür, wer der Vater ist.

Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, der die........

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