Das Versagen der Verhandler
Da verhandelten sie noch gemeinsam: SPÖ-Chef Andreas Babler, ÖVP-Chef Karl Nehammer und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Dieses Bild hat mittlerweile schon historischen Wert.
Schuld sind immer die anderen. Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen wurde diese Frage recht ausgiebig argumentiert. Die ÖVP sei schuld, weil sie sich in der Frage der Budgetsanierung gar nicht bewegt und letztlich ohne Grund die Verhandlungen abgebrochen habe. Die SPÖ sei schuld, weil sie von der Vermögenssteuer nicht heruntergestiegen und in der Pensionsfrage völlig festgefahren sei. Die Neos seien schuld, weil sie sich wie eine 50-Prozent-Partei gerierten und glaubten, alle ihre Forderungen ohne Verluste umsetzen zu können.
