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Pekings unverhohlene Assimilierungspolitik

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12.03.2026

Offiziell gibt es in China 55 Minderheiten. Wie sie sich zu verhalten haben, ist stark von Peking diktiert.

Am Donnerstag endete in Peking der Volkskongress. Unter den heuer abgenickten Gesetzen fand sich eines, das die Rechte von Minderheiten massiv einschränken könnte. Das Gesetz zur "Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts" soll die offiziell 55 Minderheiten im Land sowohl sprachlich als auch kulturell näher an die Han-Mehrheit bringen. Was das konkret bedeutet? Mandarin hat Vorrang gegenüber anderen Sprachen, also etwa Tibetisch oder Uigurisch. Religiöse Gruppen müssen sich chinesischen und sozialistischen Werten anpassen.


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