Protest gegen die AfD in Erfurt: Das war ein Kampf für die Demokratie mit undemokratischen Mitteln
Für AfD-Verhältnisse verlief der Bundesparteitag in Erfurt geradezu unspektakulär. Keine offenen Eskalationen auf der Bühne. Ein kritischer Antrag wurde zu Beginn abgeräumt. Selbst die Kampfkandidaturen bei manchen Vorstandsposten liefen zivilisiert ab. Die AfD schaffte bei diesem Parteitag, was sie sich seit Jahren vornimmt: Sie professionalisiert sich.
Diese Professionalität darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass man es hier mit einer AfD zu tun hat, die rechter steht als je zuvor. Professionalität heißt nicht automatisch Mäßigung.
Stefanie Witte berichtet über die AfD und Innenpolitik. Sie glaubt, dass ein Teil der Proteste gegen die AfD der Demokratie eher schadet, als nützt.
In der neu gewählten zweiten Reihe des Bundesvorstands sind Weidel-Vertraute und Höcke-Verbündete, Völkische, die den Kurs der Partei fortschreiben werden. Unter ihnen dürfte eine Partei weiterwachsen, die Rassismus, Populismus und teilweise Verschwörungstheorien pflegt.
Eine Partei, die immer wieder auf den Nationalsozialismus anspielt. In der Delegierte „Alice für Deutschland“ grölen und bei Veranstaltungen mit dem sachsen-anhaltinischen Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund „Sieg – Mund“ gerufen wird.
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