Und wer ist Stefan Evers?: Berlins Wahlkampf wird zum Rennen mit vielen Unbekannten
Immerhin das hat Kai Wegner mit seinem Rückzug geschafft: Das Rennen um das Rote Rathaus ist vor den Berlin-Wahlen jetzt noch offener als ohnehin schon. Der neue CDU-Frontmann Stefan Evers ist, erst recht nach den wahrheitswidrigen Selbstverstrickungen des Regierenden Bürgermeisters rund um den Stromausfall, wahrlich ein Inbegriff von Seriosität, Loyalität und Verantwortungsbewusstsein – deshalb ist er Finanz- und Kultursenator und nun auch noch Spitzenkandidat geworden. Als Menschenfänger ist Evers allerdings noch nicht aufgefallen, zumal er vielen Leuten außerhalb der lokalen Politikblase kaum bekannt ist.
Falls das von vielen erwartete Linksbündnis nicht klappen sollte, könnte der Grüne Werner Graf unversehens Bürgermeister werden.
Falls das von vielen erwartete Linksbündnis nicht klappen sollte, könnte der Grüne Werner Graf unversehens Bürgermeister werden.
Tagesspiegel-Autor Robert Ide
Evers’ Nominierung zeigt einerseits, wie personell zerschlissen die Berliner CDU nach nur drei Jahren Regierung ist, und dass sie auch inhaltlich neue Ideen braucht außer der Verhinderung der Linkspartei. Evers versucht hier schon erste Akzente zu setzen, etwa mit der Randbebauung des Tempelhofer Felds ohne neuen Volksentscheid.........
