Die Gier des G. Infantino: Der Fußball verteidigt einen Rest seiner Seele
Der Fußball, den die Besten spielen, wird auch mit Kickern assoziiert, die ihr Steak gerne mit Blattgold verzehren; mit windigen Beratern, die ihre Mandanten als Kühe betrachten, die gemolken werden müssen; und Funktionären, die das Spiel an den Höchstbietenden veräußern. Sei es an Wladimir Putin, die saudi-arabische Königsfamilie – oder die Sippschaft um Donald Trump.
Womit wir bei Gianni Infantino wären. Der Präsident des Fußballweltverbandes Fifa hat das Spiel wie kein anderer vor ihm feilgeboten. Nun möchte er sogar das teuerste Gut, die Fußballweltmeisterschaft, anteilig an eine private Investorengruppe mit direkten Verbindungen zur Trump-Familie verkaufen.
Der Plan ist wohl gescheitert. Große Teile der vermeintlichen Fußball-Familie stellen sich gegen ihn. Mit etwas Glück verliert Infantino seine Macht und seinen Posten. Ein enger Berater wendete sich schon von ihm ab. Der Rädelsführer des verbandsinternen Aufstandes ist der europäische Fußballverband Uefa.
Martin Einsiedler ist ein großer Freund des Spiels und hatte trotzdem wenig Lust auf die vergangenen Fußballweltmeisterschaften. Er sagt: Es ist der Fan, der dieses Spiel zumindest ein bisschen retten kann vor der Gier der Geschäftsleute.
Das zeigt: Ein bisschen Seele ist........
