Merz sortiert die CDU neu: Ein holpriger Neustart, der auf den Kanzler zurückfällt
Es ist eine der größten Kabinettsumbildungen der letzten Jahre, die Friedrich Merz derzeit vollzieht. Doch wieder einmal entgleiten dem Bundeskanzler Politikmanagement und Kommunikation.
Als Merz mit Nina Warken, Carsten Linnemann und Philipp Amthor am Freitag vor die Presse trat, kündigte er sogleich „weitere Veränderungen im Bundeskabinett“ an. Darüber werde er „zu gegebener Zeit“ informieren. Da war längst bekannt, dass Merz Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) feuern will. Er hat nur noch keinen Nachfolger gefunden. Parteifreund Fritz Güntzler sagte dem Kanzler zunächst zu, dann aber ab.
Viel demütigender, ja verletzender kann der Abschied für Schnieder nun nach nur 14 Monaten im Amt kaum sein. Dass Merz, wie behauptet, die Schnieder-Nachfolge „ohne Zeitdruck“ entscheiden werde, dürfte er nicht einmal selbst glauben.
Daniel Friedrich Sturm gehört seit 2025 der erweiterten Chefredaktion des Tagesspiegel an. Er meint: Es wäre gut fürs Land und für seine Partei, lernte Friedrich Merz beim Politikmanagement dazu.
Der Druck auf den Kanzler und die CDU ist enorm. Als der künftige Gesundheitsminister Linnemann mit angestrengter Miene von seinem Ressort redete, sprach er von den Themen „Gesundheit und Familie“. Was mag wohl Familienministerin Karin Prien davon halten? Der........
