Münchner Sicherheitskonferenz: Das europäische Erwachsenwerden
Schockwellen hat diese Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) nicht ausgelöst. Kein Kopfschütteln und keine Panik über die neue US-Politik und die damit verbundenen Auflösungserscheinungen des transatlantischen Verhältnisses. Im Gegenteil.
Wann hat man das zuletzt gesehen? Stehende Ovationen für ein Mitglied der Trump-Regierung auf europäischem Boden. Marco Rubio, US-Außenminister, hat den Europäern nicht nur geschmeichelt, sondern die Bande zwischen den USA und Europa regelrecht beschworen und auf gemeinsame Werte und Wurzeln verwiesen.
Nur sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Denn Rubio fordert inhaltlich, politisch dasselbe wie sein Chef Donald Trump und Vizepräsident JD Vance. Nur sagt Rubio es anders, verpackt es kultivierter. Immerhin.
Ein neuer europäischer Realismus auf der MSC
Es hat sich aber auch kaum einer täuschen lassen, außer vielleicht der Veranstaltungsleiter Wolfgang Ischinger selbst, der nach der Rede von Rubio Seufzer im Saal vernommen haben wollte. Aber die Erleichterung mag dem Tonfall gegolten haben, nicht dem tatsächlich Gesagten. Denn diese Münchner Sicherheitskonferenz hat eher einen neuen........
