Militärschlag gegen den Iran: Ein Erfolg mit Fragezeichen
Der Tod eines Menschen sollte kein Grund zum Jubeln sein. Es wäre wünschenswert, könnten auch große Konflikte gewaltfrei gelöst werden. Nur war der Nahe Osten von einer solchen Lösung weit entfernt. Und deshalb muss man sagen, dass der Tod von Ajatollah Ali Chamenei eine gute Nachricht ist.Irans oberster Führer war hauptverantwortlich für jahrzehntelange Unterdrückung des iranischen Volkes. Unter seiner Herrschaft wurde jede Form der Opposition brutal verfolgt. Wer sich dem Regime der Mullahs nicht beugte, landete in Foltergefängnissen, wurde vertrieben oder exekutiert.
Christian Tretbar ist Chefredakteur des Tagesspiegels. Er meint: Der Tod von Chamenei eröffnet für Iranerinnen und Iraner eine Chance, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Auch wenn die Zukunft weiter ungewiss ist.
Insofern kann man jetzt schon sagen, dass US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu mit ihren Militärschlägen gegen den Iran einen ersten, wichtigen Erfolg für sich in Anspruch nehmen können. Denn der Tod Chameneis ist eine zwingende Voraussetzung dafür, dass sich die Situation im Iran und damit im ganzen Nahen Osten grundlegend zum Guten verändern kann.
Es gibt noch genug Ungewissheiten
Die Chance, dass die........
