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Gewerkschafter zum Streit bei der BVG: „Viele Mitarbeiter sind zum Äußersten bereit“

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Es ist ein Fünkchen Hoffnung für die geplagten Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Bleiben sie jetzt erst einmal von Streiks verschont? Im Streit um höhere Löhne für die rund 16.600 Beschäftigten des Landesunternehmens treffen sich der Vorstand und die Gewerkschaft Verdi an diesem Mittwoch zu ihrer vierten Verhandlungsrunde. „Wenn uns der Arbeitgeber endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt, dann erhöht das natürlich die Chance, dass die Fahrgäste so lange erst einmal Ruhe haben und dass es bis zur fünften Runde am 21. März keinen weiteren Warnstreik bei der BVG gibt“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt am Montag der Berliner Zeitung.

Er sei kein Pessimist, meinte der 39-Jährige. Doch besonders zuversichtlich, dass nach mittlerweile drei Warnstreiks nun der Durchbruch bevorsteht, zeigte sich Arndt nicht. „Es würde uns wundern, wenn der BVG das tatsächlich jetzt schon gelingen würde. Entsprechende Signale haben wir zumindest bislang nicht vernommen.“

Um 10 Uhr treffen sich die Kontrahenten im Trias, der BVG-Hauptverwaltung in der Holzmarktstraße in Mitte. Für das Treffen sind sieben Stunden vorgesehen – mehr Zeit als bisher. Gleich danach will die Verdi-Tarifkommission zusammenkommen. Aller Voraussicht nach wird sie eine weitere „Rückkopplung“ beschließen. Das bedeutet, dass Verdi-Leute ausschwärmen und die Meinung der Belegschaft einholen. Anfang nächster Woche, geplant ist das für Montagnachmittag, soll die Tarifkommission erneut tagen.

„Dann werden wir sehen, wie es in diesem Tarifstreit weitergeht“, erklärte Arndt. „Ich kann nur sagen, dass die Streikbereitschaft unverändert hoch ist. Viele BVG-Mitarbeiter sind bereit und dazu entschlossen, zum Äußersten zu gehen und unbefristet zu streiken. Manch einen mussten wir schon bremsen, weil ein Erzwingungsstreik gesetzlich an Voraussetzungen gebunden ist. So muss es zunächst eine Urabstimmung geben, bei der sich mindestens 75 Prozent der Teilnehmer für einen solchen Streik aussprechen.“

Die Entgelt-Tarifrunde für das größte kommunale Nahverkehrsunternehmen Deutschlands hat im Januar begonnen. „So langsam müssen wir jetzt mal zu Potte kommen“, mahnte der Gewerkschafter. „Wir drehen uns gefühlt seit drei Verhandlungsrunden im Kreis und kommen inhaltlich nicht wirklich voran.“ Das Treffen an diesem Mittwoch sei das........

© Berliner Zeitung