Dopamin-Designs aus Dresden: Tina Bobbe verbindet Alltagsgegenstände mit Kunst und guter Laune
Eine Kaffeemaschine, die von einem quietschgelben Rohr gerahmt ist. Eine, die aussieht, als bestünde sie aus gesprenkeltem Terrazzo. Und ein manueller Filterkaffeebereiter aus Naturstein und Harz: Wer sich das Portfolio der Designerin Tina Bobbe anschaut, dem drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob die Objekte tatsächlich echt sind.
Stehen diese an Kunst erinnernden Alltagsgegenstände wirklich in einer Küche und brühen heißen Kaffee auf? Einige von ihnen gibt es so nicht in der Realität, sie sind mit Künstlicher Intelligenz designt. Andere hat die gelernte Maschinenbauerin aber tatsächlich gefertigt.
Schillernde Unikate: Atelier Paula Votteler setzt auf Glamour aus Muscheln
Schmuck wie aus einer Schatztruhe: Handgemachte Unikate von Studio Ena
Als Design plötzlich Spaß machen durfte
Tina Bobbe aus Dresden studierte zuerst Maschinenbau in Berlin. Nach anfänglicher Begeisterung begann sie allerdings, den kreativen Part zu vermissen. Deshalb schrieb sie sich an der TU Dresden ebenfalls für Maschinenbau ein, allerdings mit der Vertiefung in Industriedesign, und promovierte zum Thema Designforschung.
Während ihres Studiums – noch bevor sie selbst begann, Produkte zu entwerfen – stieß sie auf die Mailänder Gruppe Memphis, unter der sich 1980 Möbel-, Textil- und Keramikdesignerinnen und -designer der Postmoderne zusammenschlossen. Gegründet von dem italienischen Architekten Ettore Sottsass war es eine Gruppe, die das Verständnis von Design gründlich auf den Kopf stellte. Bis dahin hatte man sich dem Funktionalismus verschrieben: Gegenstände sollten vor allem ihre Aufgabe erfüllen – vernünftig, schlicht und........
