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1. FC Union Berlin im Wandel: Steffen Baumgarts Team macht plötzlich Spaß

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19.01.2026

Der 1. FC Union Berlin ist ja nicht unbedingt bekannt dafür, einen Fußball zu spielen, den Liebhaber der Sportart als „attraktiv“ bezeichnen würden. Wer es gut mit den Unionern meint, nennt ihren Spielstil vielleicht „pragmatisch“, böse Zungen sprechen vielleicht eher von „Rumpelfußball“. Doch wer bei den Spielen der Eisernen genau hinschaut, stellt fest: Es tut sich was. Die Mannschaft entwickelt sich weiter.

Das 1:1 der Eisernen in Stuttgart gegen den VfB untermauert dies, nicht nur wegen des Punktgewinns bei einem der formstärksten Teams der Bundesliga, sondern auch, weil der Auftritt fast so etwas wie Spaß gemacht hat. „Natürlich“, sagte Steffen Baumgart, „sind wir nicht nur mit dem Punkt zufrieden, sondern auch mit der gezeigten Leistung.“

Aber mal langsam. Der Spielstil der Eisernen hat sich nicht plötzlich ins Gegenteil verkehrt. Wenn Stuttgart den Ball hatte (was bei 57 Prozent Ballbesitz gar nicht so oft war wie gedacht), stand gerne mal die ganze Mannschaft im und um den eigenen Strafraum herum, um das eigene Tor abzusichern. Lange Bälle nach vorn gehören bei den Eisernen weiterhin zum Spiel. Aber: In Stuttgart spielte Leopold Querfeld dann auch mal einen Pass aus der eigenen Hälfte über geschätzte 50 Meter durch die Luft und der Ball landete genau im Fuß von Janik........

© Berliner Zeitung