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Modisch oder makaber: Kann man jetzt noch Military-Print im Alltag tragen?

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16.03.2026

Wenn man dieser Tage die Berliner Filiale der Modekette Brandy Melville am Hackeschen Markt betritt, findet man zwischen College-Blazern und T-Shirts mit „New York“-Aufdruck auffällig oft ein bestimmtes Muster: Camouflage. Es ziert Miniröcke, bauchfreie Tops, Unterwäsche mit Rüschenbesatz und sogar Haarreifen. Was einst im Ersten Weltkrieg von französischen Künstlern entwickelt wurde, um Soldaten im Gelände zu tarnen, ist nun auf TikTok ein großer Renner.

Die Zielgruppe der Marke – junge Mädchen – packt in Hunderten von Videos ihre Einkaufstüten aus und hält die tarngemusterten Errungenschaften freudig in die Kamera. Dem gegenüber steht eine Weltlage, die mit zahlreichen Kriegen und Krisenherden im Nahen Osten sowie in der Ukraine modische Accessoires und Kleidung in Tarnfarben irritierend bis taktlos wirken lässt. Zumal Brandy Melville genau jene Zielgruppe bedient, die im Rahmen des Ende 2025 verabschiedeten neuen Wehrdienstgesetzes einen Fragebogen der Bundeswehr zugeschickt bekommt – die Geburtenjahrgänge ab dem Jahr 2008.

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Vom Militär in den Mainstream

Doch zur Wahrheit gehört auch, dass es keineswegs ein neues Phänomen ist, dass........

© Berliner Zeitung