Der Papst ist wichtig als „Anti-Trump“
Welch Glück, dass die Welt in diesen geschichtsträchtigen Momenten diesen Papst hat! Wer sonst als der US-Amerikaner Leo XIV. könnte derart machtvoll die Stimme gegen Donald Trump erheben und zu ihm durchdringen? Gegen jenen US-Präsidenten also, dem zunehmend nicht nur die Sprache entgleist und der nicht nur die USA an Abgründe führt.
Man mag sich an Trump, den „Dealmaker“, gewöhnt haben. Man mag ihm einzelne Erfolge anrechnen und ihm seine fortwährenden Unanständigkeiten nachsehen. Heiligt der Zweck nicht die Mittel? Doch um Stilfragen geht es schon lange nicht mehr – und darf es nicht gehen. Denn im Inneren höhlt dieser Präsident immer unverhohlener die Demokratie aus. Während er nach außen hin zum Beispiel kürzlich dem Iran mit Auslöschung drohte: „Eine ganze Zivilisation wird heute sterben und nie mehr zurückkehren.“ Er verband es mit dem zynischen Wunsch, Gott möge das wundervolle iranische Volk segnen. Bittere Ironie der Geschichte: Er tat........
